Den Sinn des viralen Multiversums erkennen

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Im November 2019 – wahrscheinlich noch früher – begann ein winziges Gebilde mit einem Durchmesser von nur wenigen hundert Milliardstel Metern die menschliche Gesellschaft im globalen Maßstab auseinander zu reißen.

Innerhalb weniger Monate hatte der als SARS-CoV-2 bekannte unerbittliche Voyager seinen Weg in jeden bewohnten Winkel der Erde gefunden und hinterließ bei Wissenschaftlern und Gesundheitsbehörden zu viele Fragen und wenige Antworten.Heute ringen Forscher darum zu verstehen, wo und wie das neuartige Coronavirus entstanden ist, welche Merkmale die rätselhafte Konstellation von Symptomen erklären, die es verursachen kann, und wie das Flächenbrand der Übertragung unter Kontrolle gebracht werden kann.

Ein wichtiger Teil dieser Suche wird Bemühungen um die richtige Klassifizierung dieses neu entstehenden Humanpathogens und um das Verständnis seiner Beziehung zu anderen Viren, über die wir vielleicht mehr wissen, beinhalten.In einer Konsenserklärung schlägt Arvind Varsani, ein molekularer Virologe des Biodesign-Zentrums für fundamentale und angewandte Mikrobiomik der ASU und eine Reihe internationaler Mitarbeiter, ein neues Klassifizierungssystem vor, das in der Lage ist, Coronaviren wie SARS-CoV-2 innerhalb des enormen Netzes von Viren auf dem gesamten Planeten, der so genannten Virosphäre, zu situieren.Um diese erstaunliche virale Vielfalt adäquat zu kategorisieren, schlägt die Gruppe ein Klassifikationsschema mit 15 Rängen vor und beschreibt, wie drei Humanpathogene – das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus (SARS CoV), das Ebola-Virus und das Herpes-Simplex-Virus 1 – in den neuen Rahmen passen.Zu Varsani gesellen sich weitere gewählte Exekutivmitglieder des Internationalen Komitees für die Taxonomie von Viren (International Committee on Taxonomy of Viruses, ICTV), einer rein ehrenamtlichen Organisation führender Virologen aus der ganzen Welt, die sich der Entwicklung einer praktikablen Nomenklatur zur Definition von Virusarten verschrieben hat.

Innerhalb des ICTV bemühen sich etwa 100 verschiedene Arbeitsgruppen, die sich aus Spezialisten aller wichtigen Virusfamilien zusammensetzen, Ordnung in das Gewirr der Elemente in der Virosphäre zu bringen.Die Konsenserklärung erscheint in der erweiterten Online-Ausgabe der Zeitschrift Nature Microbiology.

Ein Schrank mit….

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