Der Retentionseffekt des Trainings

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Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels bieten einige Unternehmen keine Weiterbildung an, die die Chancen der Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt verbessert.

Hinter dieser Zurückhaltung steht die Befürchtung des Arbeitgebers, dass Arbeitnehmer, die eine umfangreiche Ausbildung absolviert haben, ihre verbesserten Möglichkeiten nutzen werden, um in andere Unternehmen zu wechseln.Ihre Angst scheint unbegründet zu sein, wie Professor Thomas Zwick von der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg in Bayern und Dr.

Daniel Dietz herausgefunden haben.

Im Durchschnitt erhöht die Ausbildung die Bindung der Mitarbeiter an das Ausbildungsunternehmen um mehr als zehn Prozentpunkte”, sagt Zwick, der den JMU-Lehrstuhl für Personalmanagement und Organisation leitet.

Höhere Unternehmenstreue, steigende ProduktivitätIn einer Veröffentlichung im International Journal of Human Resource Management zeigen die Ökonomen, dass Weiterbildung nicht nur die Produktivität der Mitarbeiter steigert, sondern auch die Tendenz, das Unternehmen zu verlassen, verringert.”Interessanterweise tritt der Retentionseffekt auch bei Ausbildungsinhalten auf, die es den Mitarbeitern ermöglichen würden, einen lohnerhöhenden Karriereschritt außerhalb des Unternehmens zu machen”, so der JMU-Professor.

Auch wenn die Teilnehmer ein Zertifikat von einem externen Schulungsanbieter erhalten und ihre neu erworbenen Fähigkeiten überzeugend nachweisen können, bleibt der Bindungseffekt positiv.

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Datengrundlage der AnalyseZwick und Dietz analysierten für ihre Studie die Weiterbildungs- und Berufsinformationen von rund 4.300 Beschäftigten in 150 deutschen Unternehmen über fünf aufeinander folgende Jahre.

Alle untersuchten Unternehmen waren Teilnehmer des Unternehmenspanels des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, Deutschland.Aus dieser Datenbank konnten die Forschenden unter anderem erfahren, wann die Mitarbeitenden an einer Weiterbildung teilgenommen hatten, in welchem Betrieb sie während ihrer Ausbildung gearbeitet hatten und ob sie dort auch im folgenden Kalenderjahr noch angestellt waren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Studie….

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