Die Reproduktionszahl – eine wichtige Kennziffer? – Top News

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Anhand der Basisreproduktionszahl lässt sich die Dynamik einer Epidemie abschätzen.

Bei der Spanischen Grippe 1918 lag der Wert ähnlich hoch wie bei SARS-CoV-2, bei 2 bis 3.

Bei Polio zum Beispiel beträgt die Reproduktionsrate ca.

5 bis 6, bei Masern ungefähr 15.

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Die genaue Berechnung der Reproduktionszahl ist schwierig, da sie stark von den verfügbaren Informationen abhängt.

Zum Beispiel gibt es auch Krankheitsverläufe ohne Symptome, die nicht erkannt und gemeldet werden.

Ohne Annahmen und Schätzungen kommt man also nicht aus.

Das RKI nimmt für die Berechnung an, dass zwischen der Infektion einer Person bis zur Infektion der von ihr angesteckten Folgefälle eine mittlere Zeitspanne von vier Tagen vergeht.

Somit werden, vereinfacht gesagt, die gemeldeten Neuinfektionen eines Tages mit den Neuinfektionen von vor vier Tagen verglichen.

Falls die Annahmen hier korrigiert werden müssten, hätte das auch Auswirkungen auf die Reproduktionszahl.

Eine Ziffer spielt derzeit eine entscheidende Rolle: die Reproduktionszahl von Covid-19.

Das erklärte Ziel war es, diese Zahl unter 1 zu drücken.

Das scheint laut Robert Koch-Institut im Moment erreicht.

Was sagt diese Zahl aus?

Die Reproduktionszahl oder -rate bzw.

Infektionsrate ist ein Mittelwert, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt, wenn niemand in der Bevölkerung immun ist und auch keine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus getroffen sind.

Für Covid-19 hat das Robert Koch-Institut diese Basisreproduktionszahl R0 nach verschiedenen Studien zwischen 2,4 und 3,3 verortet.

Im Durchschnitt steckt also jeder Infizierte ca.

drei Personen an.

Im Pandemie-Geschehen ist die Reproduktionszahl aber nur eine relevante Größe.

Die Dunkelziffer, also die nicht erfassten Fälle, spielt eine Rolle, genau wie der Anteil der immunen Menschen in der Bevölkerung, die Kapazitäten des Gesundheitssystems insgesamt sowie zeitliche Verzögerungseffekte.

Mit den momentanen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus versucht man, die Reproduktionszahl abzusenken.

Denn solange die Zahl über 1 ist, verbreitet sich das Virus exponentiell, das heißt rasend schnell in der Bevölkerung.

Wenn die Zahl bei 1 ist, steckt jeder Infizierte im Schnitt einen an.

Somit bleibt die Zahl der Kranken konstant.

Bei einem Wert unter 1 geht die Ausbreitung zurück.

Wie schnell verbreitet sich ein Virus?

Exponentielles Wachstum oder Rückgang

Kleine Änderung, große Wirkung

Wie wird die Reproduktionszahl berechnet?

Reproduktionszahl unter 1

Eine Kennziffer unter vielen

Anfang März lag die Reproduktionszahl in Deutschland noch bei 3, etwa seit dem 22.

März stabilisierte sie sich um den Wert 1.

Am 16.

April teilte das RKI mit, dass die Reproduktionsrate bei etwa 0,7 liege.

Die Schwankungsbreite der Schätzung liege zwischen 0,5 und 0,8.

In die Schätzung seien die übermittelten Fälle mit Erkrankungsbeginn bis zum 12.

April einbezogen.

Außerdem gebe es regionale Unterschiede.

Eine Ziffer spielt derzeit eine entscheidende Rolle: die Reproduktionszahl von Covid-19.

Das erklärte Ziel war es, diese Zahl unter 1 zu drücken.

Das scheint laut Robert Koch-Institut im Moment erreicht.

Was sagt diese Zahl aus?

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am 15.

April auf einer Pressekonferenz erläuterte, macht es bei einem exponentiellen Anstieg einen deutlichen Unterschied, ob die Reproduktionsrate bei 1,0 oder zum Beispiel bei 1,2 liegt.

Im letzteren Fall würden fünf Menschen nicht im Schnitt fünf Menschen anstecken, sondern sechs.

Mit dieser Reproduktionszahl seien wir laut Merkel im Juli bereits wieder an der Belastungsgrenze unseres Gesundheitssystems.

Die Reproduktionszahl – eine wichtige Kennziffer?

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