Erneute Korallenbleiche am Great Barrier Reef – Top Meldungen

0

In immer mehr Gebieten des Great Barrier Reefs verlieren die Korallen immer häufiger ihre Farbe. Noch sind die Nesseltiere nicht verloren, doch die Sorge um die Farbenpracht des weltgrößten Korallenriffs vor der Nordostküste Australiens wächst.

Geht die Farbenpracht des Great Barrier Reefs bald für immer verloren? Das ist die nicht ganz unbegründete Sorge vieler Wissenschaftler. Denn das weltgrößte Riff vor der Nordostküste Australiens ist erneut von einer Korallenbleiche heimgesucht worden, wie aktuelle Luftaufnahmen und Beobachtungen an der Küste jetzt belegen. Es ist bereits die dritte Bleiche innerhalb von fünf Jahren. Das Alarmierende daran: Diesmal würden auch bisher verschont gebliebene Gebiete des Riffs eine gemäßigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen, teilte die zuständige Behörde Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) Ende März mit.

Als “Korallenbleiche” wird das Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Sie ist eine Stressreaktion der Korallen auf zu hohe Wassertemperaturen. Bei zu warmem Wasser stoßen Korallen die in ihnen wachsenden Algen aus, mit denen sie in Symbiose leben. Die sogenannten Zooxanthellen sind für die Korallen nicht nur ihre Hauptenergiequelle, sie verleihen den Nesseltieren auch ihre Farbe.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Nicht alle Korallen sterben beim Erbleichen. Zumindest leicht oder mittelschwer gebleichte Korallen können sich wieder erholen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie es binnen weniger Wochen oder Monate schaffen, wieder Algen bei sich anzusiedeln.

Nach Angaben der zuständigen Behörde GBRMPA ist das diesjährige Bleichen der Korallen auf den “Hitzestress” der Tiere zurückzuführen, den die Tiere in den australischen Sommermonaten und den damit verbundenen hohen Wassertemperaturen von Mitte Februar bis Mitte März erlitten hätten.

Bereits 2016 und 2017 war es vermehrt zu einer Korallenbleiche gekommen. Rund ein Drittel bis die Hälfte der Korallen waren damals abgestorben, nachdem sich die Meerestemperaturen erhöht hatten.

Bei der diesjährigen Bleiche wären die Schäden an den Korallen zwar nicht so intensiv, dafür aber auch Gebiete betroffen, die bisher verschont geblieben seien, heißt es seitens der zuständigen Behörden. Überraschend und beängstigend sei nach Ansicht von Mark Eakin, Koordinator der Coral Reef Watch der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zudem, dass sich das Bleichen der Korallen – im Gegensatz zu bisher – auch ohne Klimaphänomene wie die Ozeanströmung El Nino dieses Jahr ausbreitete.

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt. Es dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344 .000 Quadratkilometern aus und ist damit größer als Italien. Es beheimatet mehr als 1.500 Fischarten, 411 Hartkorallenarten und Dutzende anderer Arten. Knapp ein Drittel aller Meeresarten ist auf die Existenz von Korallenriffen angewiesen.

Derzeit beobachten Experten nach Angaben der zuständigen Behörde etwa 1000 Riffe aus der Luft, um das gesamte Ausmaß der Korallenbleiche einzuschätzen. Die von Touristen meistbesuchten Riffs im Norden oder der Mitte des Great Barrier Reefs wiesen demnach lediglich eine moderate Bleiche auf, hieß es.

Nach Aussage der Behörde stelle der Klimawandel nach wie vor die größte Gefahr für das Great Barrier Reef dar. Die Vereinten Nationen hatten schon in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt abstürben, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad Celsius stiegen.

Die australische Regierung will nun mit finanziellen Mitteln und zahlreichen Umweltschutzprogrammen zur Erhaltung des Great Barrier Reefs beitragen.

Was ist eine Korallenbleiche und was passiert dabei?

Ursachen der Korallenbleiche am Great Barrier Reef

Kortallenbleiche: Der Vergleich zu früheren Jahren

Das Great Barrier Reef und die Bedeutung von Korallenriffen

Derzeit werden 1.000 Korallenriffe beobachtet

Klimawandel ist größte Gefahr für Great Barrier Reef

Erneute Korallenbleiche am Great Barrier Reef

Share.

Leave A Reply