Europa startet jetzt Testreihe an Medikamenten gegen Coronavirus – Top Meldungen

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Ein Ebola-Medikament, Wirkstoffe gegen HIV, ein Malaria-Mittel – was hilft wirklich gegen die vom Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19? Dazu startet jetzt eine Studie in Europa, an der auch deutsche Kliniken beteiligt sind.

Noch gibt es weder eine Impfung gegen das neuartige Coronavirus, noch ein Medikament gegen die Krankheit, die es auslöst – schon gar kein zugelassenes. Dennoch werden natürlich seit Ausbruch der Corona-Epidemie weltweit Erkrankte behandelt. Insbesondere auf den Intensiv-Stationen mit schwer verlaufenden Corona-Fällen lassen Ärzte nichts unversucht.

In experimentellen Therapien wird versucht, mit bereits bestehenden Medikamenten gegen ähnliche Krankheiten auch die an Covid-19 Erkrankten zu behandeln. Mit unterschiedlichen Ergebnissen – so unterschiedlichen, dass sie bislang nicht vergleichbar sind und keine Verallgemeinerung erlauben. Um das zu ändern und möglichst schnell sagen zu können, ob eines der versuchten Mittel wirklich hilft, starten jetzt klinische Studien.

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Mehrere Kliniken in Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien nehmen an der europaweiten Studie “Discovery” teil, die die Wirksamkeit von vier Medikamenten und deren Kombinationen in einer klinischen Studie überprüfbar nachweisen soll. Auch die Schwabinger Klinik in München beteiligt sich.

Die europäische Studie kann damit einen Beitrag zur weltweiten Studie “Solidarity Trial” leisten, die die Weltgesundheitsorganisation WHO gerade gestartet hat.

Getestet werden die Medikamente Remdesivir (ursprünglich gegen Ebola entwickelt), die HIV-Medikamente Lopinavir und Ritonavir und Hydroxychloroquin (ein Malariamittel ähnlich wie Chloroquin) – in unterschiedlichen Kombinationen.

Es geht nicht nur darum herauszufinden, ob und welches der Mittel im experimentellen Einsatz wirklich gegen Covid-19 hilft. Wichtig ist, die Experimente aus dem individuellen Einzelfall – bei Patient XY hat es aber geholfen – herauszulösen und allgemein gültige Wirkungen festzustellen.

Wann und in welcher Stärke muss ich ein bestimmtes Medikament verabreichen? In welchem Stadium hilft ein Präparat? In Kombination mit welchen anderen Mitteln? Nur bei einem bestimmten Krankheitsverlauf? Oder nur bei bestimmten Patiententypen? Welches Medikament wirkt gleich zu Anfang, welches behält man für eine Verschlechterung zurück?

Je mehr dieser Fragen geklärt sind, umso besser werden Ärzte in der Lage sein, Corona-Patienten zu helfen.

Experimentelle Therapien finden schon längst statt

3.200 Patienten in Europa sind Teil der Studie “Discovery”

Vier Medikamente im europäischen Test

Wozu braucht es diese klinischen Studien?

Europa startet jetzt Testreihe an Medikamenten gegen Coronavirus

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