Freizeit im Grünen: Mehr Zeckenstiche in der Corona-Krise? – Top News

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Auf den Menschen können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen wie die Lyme-Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Während es für die FSME eine vorbeugende Impfung gibt, steht für die Borreliose kein Impfstoff zur Verfügung.

Infektionen können aber mit Antibiotika behandelt werden.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine virale Form der Hirnhautentzündung, bei der auch das Gehirn betroffen ist.

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Sie kann zu schweren neurologischen Schäden führen, in etwa zwei Prozent der Fälle verläuft sie tödlich.

Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich.

Sie beschränkt sich allenfalls darauf, die Symptome zu lindern.

Milde Temperaturen haben aber noch ganz andere Auswirkungen: Neue Zeckenarten wie die Hyalomma oder die Auwaldzecke breiten sich in Richtung Westen Deutschlands aus.

Im ungewöhnlich warmen Sommer 2018 wurden erstmals größere Zahlen der Hyalomma-Zecke hierzulande gefunden.

Diese Zeckengattung kam bislang ausschließlich in den Tropen und Subtropen vor.

Hyalomma kann gefährliche Erreger wie das Krim-Kongo-Fieber-Virus oder Fleckfieber-Bakterien auf Menschen und Tiere übertragen.

Bei Pferden verursacht diese Zeckenart häufig heftige Geschwüre.

Durch die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise zieht es viele Menschen in die Natur, um dem Lagerkoller zu entgehen.

Damit steigt allerdings auch die Gefahr von Zeckenstichen, denn die Blutsauger sind bei dem milden Wetter schon längst aktiv.

Während der Ausgangsbeschränkungen drängt es mehr Menschen denn je in die Natur und zum Spaziergehen.

Doch dieses Vergnügen ist ein wenig getrübt, denn in Wald und Wiese lauert eine krabbelnde Gefahr.

Zecken haben gewöhnlich von April bis Ende Oktober Hochsaison.

Bei milden Temperaturen werden die Zecken aber auch früher aktiv.

Dann verlassen sie ihre Winterstarre und machen sich auf die Suche nach einem Blutopfer.

“Bei Sonnenschein im Englischen Garten sitzt die Zecke auch im Januar auf einem Grashalm und wartet auf ein Opfer”, so Fingerle.

Und von dort lässt sie sich einfach mitschleppen, wenn Mensch oder Tier in der Natur sind – immer auf der Suche nach warmer Haut.

Die Lyme-Borreliose ist nicht leicht zu diagnostizieren, denn nur wenige Symptome sind spezifisch für diese Erkrankung.

Erstes und eindeutiges Symptom ist die Wanderröte (Erythema migrans), eine ringförmige, schmerzlose, sich zentrifugal ausbreitende Rötung an der Stichstelle und an anderen Körperstellen.

Die Rötung kann Tage bis Wochen nach dem Stich auftreten und ist im Zentrum oft etwas heller.

Auch unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber, Lymphknotenschwellungen und Kopfschmerzen sind möglich.

Das Problem beim ersten Krankheitsstadium: Die Rötung tritt nur bei etwa jedem zweiten Borreliose-Patienten auf.

Auch eine Blutuntersuchung auf Borrelien verläuft gerade im Anfangsstadium oft negativ.

Bei jedem dritten Erkrankten bzw.

jedem zehnten Infizierten befällt der Erreger jedoch das zentrale Nervensystem – in unterschiedlicher Ausprägung.

Unterschieden werden die “Meningitis” (nur die Hirnhäute sind beteiligt), die “Meningoenzephalitis” (Beteiligung von Hirnhäuten und Gehirn) und die “Meningoenzephalomyelitis” (zusätzlich ist das Rückenmark betroffen).

Die verschiedenen Formen unterscheiden sich durch ihre Symptome und ihren Verlauf.

Zecken und das Coronavirus

Zecken fast ganzjährig eine Gefahr

FSME und Borreliose: Zecken übertragen Krankheiten

Übertragung der Borreliose erst nach längerer Saugzeit

Borreliose: Hautrötung nach Zeckenstich

Zweites Krankheitsstadium der Borreliose

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Symptome der FSME

Experten raten zur Impfung gegen FSME

Welche FSME-Risikogebiete gibt es in Deutschland?

In Bayern ist das FSME-Infektionsrisiko vergleichsweise groß

Nicht jede Zecke ist mit FSME infiziert

So schützen Sie sich vor Zecken:

Milde Temperaturen begünstigen neue Zeckenarten

Eine Übertragung des Coronavirus durch einen Zeckenstich hält der Experte aber für unwahrscheinlich.

Grippeähnliche Symptome seien dann eher auf eine Infektion mit Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zurückzuführen.

Auch erhöhe sich durch einen Zeckenstich nicht die Gefahr, anfälliger für das Coronavirus zu sein.

“Ein Zeckenstich allein schwächt unser Immunsystem nicht so weit, dass wir deshalb anfälliger für das Coronavirus sind”, meint Fingerle.

Im Gegensatz zur FSME wird die Borreliose nicht sofort beim Stich übertragen.

Man vermutet, dass nach etwa zwölf bis 24 Stunden Saugzeit die Zecke so vollgesogen ist, dass sie einen Teil des bereits aufgesogenen Blutes wieder in die Wunde abgibt.

Dabei können Borrelien in den menschlichen Blutkreislauf gelangen.

Deshalb ist es generell wichtig, Zecken sobald wie möglich zu entfernen.

Die Erkrankung FSME erfolgt typischerweise in zwei Phasen.

Etwa fünf bis sieben Tage nach dem Stich treten bei einem Drittel der Infizierten uncharakteristische Beschwerden auf: Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, gelegentlich Magen-Darm-Probleme.

Meist ist die Krankheit damit überstanden.

In Deutschland gelten derzeit 164 Kreise als FSME-Risikogebiete.

Hauptsächlich betroffen sind Bayern und Baden-Württemberg, aber auch Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen, Niedersachsen und des Saarlands.

Zeckenforscher befürchten, dass sich der FSME-Virus auch verstärkt im Norden ausbreiten wird.

Durch die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise zieht es viele Menschen in die Natur, um dem Lagerkoller zu entgehen.

Damit steigt allerdings auch die Gefahr von Zeckenstichen, denn die Blutsauger sind bei dem milden Wetter schon längst aktiv.

Ein zweites Krankheitsstadium kann nach Wochen oder Monaten auftreten.

Zu den Symptomen gehören schmerzhafte Gelenkentzündungen, meist an Knien, Händen oder Knöcheln, aber auch Herzprobleme und verschiedene Symptome der Hirnhautentzündung.

Problematisch ist manchmal die Diagnose.

Die Beschwerden werden nicht selten mit anderen Krankheitsbildern verwechselt.

Häufigste Fehldiagnose: Rheuma.

Experten raten zu einer Impfung, wenn man in einem Risikogebiet wohnt oder sich dort länger aufhält.

Auch für Berufsgruppen wie Förster, Waldarbeiter und Landwirte wird eine Impfung empfohlen.

Nur München, Augsburg, Schweinfurt, der Landkreis Fürstenfeldbruck und der Landkreis Dillingen an der Donau gelten nicht als FSME-Risikogebiet.

Dieses Jahr meldete das LGL mit Stand vom 6.

April 2020 bayernweit schon 167 FSME-Erkrankungen.

Experten schätzen, dass selbst in Risikogebieten nur wenige Zecken infiziert sind – im Schnitt 0,1 bis 5 Prozent.

Es gibt zudem Schätzungen, wonach etwa jede dritte Infektion beim Menschen zur Erkrankung führt.

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