Homo heidelbergensis jagte schon vor 300. 000 Jahren mit Wurfholz – Top News

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Der Wurfstock sagt auch viel über die Intelligenz des Homo heidelbergensis aus.

Denn so ein Stock entsteht nicht zufällig.

Darüber hinaus wurden in derselben Fundschicht schon hölzerne Speere gefunden.

Die frühen Menschen konnten solche Waffen nur herstellen, wenn sie planen konnten oder kommunizieren, womöglich sogar so ähnlich sprechen, wie wir heute.

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Vor 300.

000 Jahren lebte Homo heidelbergensis, ein Zeitgenosse der Neandertaler.

Und ähnlich wie bei ihm ging die Forschung lange davon aus, dass diese Menschen eher primitiv waren.

Stimmt aber gar nicht, sie waren zum Beispiel versierte Jäger.

Ob es vor 300.

000 Jahren schon den Homo sapiens gab, ist noch nicht abschließend geklärt, aber der Neandertaler (Homo neandertalensis) und dessen Vorfahr, der Homo heidelbergensis, sie lebten zu dieser Zeit schon in Europa.

Im heutigen Schöningen in Niedersachsen gibt es ein Paradies für Paläontologen – denn hier finden sich so viele Gegenstände aus der Zeit des Heidelbergensis wie sonst an keiner anderen Stelle auf der Welt.

Man kennt solche Jagdwaffen zum Beispiel auch aus Australien oder Tasmanien.

Der Stock hat nur Abnutzungsspuren im Mittelteil – ein Zeichen dafür, dass er als Wurfstock und nicht etwa als Werkzeug zum Graben verwendet worden ist.

Wurfstöcke funktionieren ähnlich wie ein Bumerang, nur, dass sie nicht zum Werfenden zurückkehren.

Sie drehen sich um die eigene Achse und können mit etwas Übung bis zu 30 m/s schnell werden und sehr zielgerichtet eingesetzt werden.

Solche Wurfstöcke nennt man auch “rabbit sticks”.

Weil kein Sauerstoff an das Holz kommt, wird es nicht zersetzt.

Jetzt haben die Forscher einen Stab analysiert, den sie im Jahr 2016 entdeckt haben und der viel über die Intelligenz unseres Vorfahren aussagen kann.

Die genaue Untersuchung wurde in der Zeitschrift Nature Ecology & Evolution veröffentlicht (doi: 10.

1038/s41559-020-1139-0).

An anderen Fundstätten, zum Beispiel in Spanien, ist es genau umgekehrt.

Dort finden die Paläontologen die menschlichen Überreste, aber keine Speere, Wurfstöcke oder sonstige Gerätschaften.

In Schöningen haben die Forscher übrigens bislang noch keine fossilierten Knochen oder Zähne von frühen Menschen gefunden, seien es Neandertaler oder Homo heidelbergensis.

Nur ihre Gegenstände.

Stab aus Holz überdauerte 300.

000 Jahre

Wurfholz des Homo heidelbergensis

Homo heidelbergensis war schlau

Früher gab es viele Menschenarten auf der Erde

Normalerweise finden Forscher der Vorgeschichte Fossilien, also versteinerten Knochen.

Es bleibt ihnen oft auch kaum etwas anderes übrig, denn nur wenige Materialien überdauern die Jahrtausende.

Vor allem Holz ist äußerst selten.

In Schöningen dagegen finden der örtliche Grabungsleiter Jordi Serangeli und seine Mitarbeiter erstaunlich viel prähistorisches Holz.

Die Objekte sind damals nämlich im Wasser versunken und so luftdicht im Sediment abgeschlossen worden.

Vor 300.

000 Jahren lebte Homo heidelbergensis, ein Zeitgenosse der Neandertaler.

Und ähnlich wie bei ihm ging die Forschung lange davon aus, dass diese Menschen eher primitiv waren.

Stimmt aber gar nicht, sie waren zum Beispiel versierte Jäger.

Der Stab aus Fichtenholz ist 64,5 Zentimeter lang, wiegt 264 Gramm und ist fast vollständig erhalten, auch wenn er an einer Stelle gebrochen ist.

Was ihn so besonders macht? Er wurde aufwändig bearbeitet: die Rinde entfernt, seine Oberfläche geschliffen oder geglättet, die kleinen Ästchen entlang seiner Länge entfernt, die beiden Enden zugespitzt.

Und er ist asymmetrisch – die eine Seite etwas gebogen, die andere flacher – die Hominiden haben den Fichtenstab mit steinernem Werkzeug bearbeitet.

Das macht ihn zu einem perfekten Jagdinstrument, einem Wurfstock.

Es ist schon eine besondere Ausgrabungsstätte in Schöningen.

Die in Zukunft sicher noch viele weitere Überraschungen zu bieten hat.

Und dass Neandertaler nicht dümmer oder primitiver gewesen sind als Homo sapiens, gilt mittlerweile als gesichert.

Sie konnten zum Beispiel mit Feuersteinen Feuer machen, haben auch Höhlenmalereien angefertigt und nach Fischen und Meeresfrüchten gejagt.

In der Frühzeit der Menschwerdung gab es viele verschiedene Menschenarten, nicht nur den Homo sapiens, der einzige Überlebende der Gattung Homo.

Auch Homo floresiensis, der Denisova-Mensch, der Homo luzonensis oder der Homo naledi bevölkerten die Erde.

Warum sie, genau wie der Neandertaler und der Homo heidelbergensis am Ende ausgestorben sind, ist nicht abschließend geklärt.

Knochen von Schwänen und Enten sind aus der Fundschicht auch gut belegt.

Darüber hinaus könnten unsere Vorfahren damit auch Pferde aufgeschreckt haben, die häufig am Schöniger Seeufer gejagt wurden.

Homo heidelbergensis jagte schon vor 300.

000 Jahren mit Wurfholz

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