Kinder und Corona: Von der Natur geschützt oder Virenschleudern? – Top News

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Die schnelle Antwort: Man weiß es nicht.

Wie bei fast allen Fragen rund um das Virus SARS-CoV-2 ist es zu früh für eine wissenschaftlich fundierte Antwort.

Es fehlen ausreichende Studien, und die wird es auch so schnell nicht geben.

Die Rolle von Kindern im Infektionsgeschehen der Pandemie wird aber noch von einem ganz anderen Faktor bestimmt: Auch wenn sie selbst nur leichte oder gar keine für Corona typischen Symptome haben, könnten sie selbst ansteckend für andere sein.

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Und ganz unbemerkt Virenträger sein:

Bislang scheint es, dass Kinder weniger häufig und weniger schwer an Covid-19 erkranken.

Aber infizieren sie sich auch seltener mit dem Virus SARS-CoV-2? Oder infizieren sie unbemerkt ihre Umgebung? Was wir über Kinder und Corona-Infektionen wissen.

Um zu entscheiden, ob und wie Schulen während der Corona-Pandemie wieder geöffnet werden können, ist eine der wichtigsten Fragen: Welche Rolle spielen Kinder im Infektionsgeschehen des neuen Coronavirus?

Bisher gibt es nur einzelne, kleinere Studien zum Infektionsgeschehen bei Kindern, und diese widersprechen sich leider auch noch.

Denn selbst wenn nur schwache oder gar keine Symptome feststellbar sind, kann eine infizierte Person andere anstecken:

Infizieren sich Kinder weniger leicht mit dem Coronavirus?

Kinder können unbemerkt ansteckend sein

Kinder können strikte Kontakt- und Hygieneregeln schlechter einhalten

Besondere Strategien für Schulen

30 Familien in meinem Wohnzimmer

Was man bislang beobachtet ist, dass Kinder, vor allem unter 10 Jahren, offenbar seltener an der vom Coronavirus übertragenen Krankheit Covid-19 erkranken oder sehr milde bzw.

kaum Symptome zeigen.

Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht trotzdem mit dem Virus infiziert sein könnten oder ihn sogar verbreiten.

Auch für das Robert-Koch-Institut (RKI) ist das der ausschlaggebende Punkt bei den Empfehlungen für oder gegen Schulschließungen.

Bislang scheint es, dass Kinder weniger häufig und weniger schwer an Covid-19 erkranken.

Aber infizieren sie sich auch seltener mit dem Virus SARS-CoV-2? Oder infizieren sie unbemerkt ihre Umgebung? Was wir über Kinder und Corona-Infektionen wissen.

Am Lehrstuhl von Rehfuess wurden bisherige Studien und Erfahrungen zu Schulschließungen und -öffnungen bei anderen Epidemien ausgewertet und in einem Factsheet zusammengefasst.

Es gibt laut RKI zu wenig Zahlen zu Kindern und Corona, da sich Studien meist auf Corona-Kranke in Krankenhäusern beziehen, Kinder seien in den Studien “verhältnismäßig selten vertreten”.

Aktuelle Entscheidungen über Schulschließungen oder -öffnungen können daher nur auf Modell-Rechnungen zu Epidemien oder aus Erfahrungen mit anderen Epidemien beruhen.

Denn zu früheren Erregern wie dem der Schweinegrippe gibt es Studien dazu, wie sich Schulschließungen ausgewirkt haben und welche Maßnahmen besonders erfolgreich waren.

Für Prof.

Eva Rehfuess, die an der LMU in München den Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung leitet, reichen diese Studien nicht aus, um gesicherte Aussagen darüber zu machen, ob und welche Rolle Kinder in dieser Pandemie spielen.

Und damit kommt laut RKI Kindern sogar eine besonders große Rolle im Infektionsgeschehen zu, weil durch das Fehlen von Symptomen bei Kindern weniger getestet wird und so nicht mehr nachvollziehbar ist, wann und wo sie infiziert wurden und wen sie selbst angesteckt haben könnten.

Das RKI ist zudem besorgt, dass insbesondere jüngere Kinder sehr viel schlechter die Regeln einhalten können, die in den Schulen oder Kindergärten weitere Corona-Infektionen eindämmen könnten:

Christian Drosten, der Leiter der Virologie in der Berliner Charité, plädiert in seinem Corona-Podcast (Folge 36 vom 28.

April 2020) dafür, die tatsächliche Virenlast im Rachen von Kindern zu testen, um überhaupt belastbare Zahlen zu erhalten, wie infektiös Kinder sind.

Momentan seien die Kinder nicht diejenigen, die eine Corona-Infektion nach Hause bringen, weil sie während des momentanen Lockdowns eben kaum Kontakte haben.

Doch das könne sich ändern, sobald sie wieder in Schulen und Kindergärten unterwegs sind.

Kinder und Corona: Von der Natur geschützt oder Virenschleudern?

Studien zu Grippewellen zeigen deutlich, welchen Anteil Schulen an der Verbreitung von Viren haben, meint Prof.

Rehfuess von der LMU:

Ob man die Schulen wieder öffnet, Kindergärten und -tagesstätten folgen oder die Notbetreuung ausgeweitet wird, ist aber eine Abwägungssache zwischen Infektionsrisiko und gesellschaftlichen Bedürfnissen: Denn mit Homeschooling können nicht alle Kinder im gleichen Maße erreicht werden und berufstätige Eltern sind in zusätzlicher Bedrängnis.

Aber man könne das Infektionsrisiko durch geöffnete Schulen eindämmen, so Rehfuess, wenn man drei Strategien zusammen anwendet:

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