Lehrerverband: “Digitaler Not-Unterricht läuft erstaunlich gut” – Top Meldungen

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Seit gut einer Woche sind die Schulen in Bayern geschlossen. Der Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger aus Deggendorf zieht eine erste positive Bilanz zum digitalen Not-Unterricht – trotz einiger Schwierigkeiten.

Gut eine Woche nach Beginn der bundesweiten Schulschließungen hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine positive erste Bilanz des digitalen Not-Unterrichts gezogen.

“Der allgemeine Eindruck ist: Es läuft erstaunlich gut”, sagte Meidinger der Passauer Neuen Presse. Die Rückmeldungen seien überwiegend positiv. Zwar seien die Lernplattformen in einigen Bundesländern vom Ansturm überlastet gewesen, “dafür spielt die gute alte E-Mail jetzt wieder eine ganz große Rolle”.

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Wegen der Corona-Pandemie sind in Deutschland sämtliche Schulen geschlossen. Rund elf Millionen Schüler müssen von zu Hause aus lernen – unter anderem über die Lernplattform “Mebis”. Diese hatten Hacker aber gleich am ersten Tag des Online-Unterrichts am 16. März lahmgelegt. Nach Angaben des Kultusministeriums wurden die Server durch Hunderttausende automatisierte Seitenaufrufe attackiert.

Die Nutzung von E-Mails sei vor allem für Schulen von Bedeutung, deren digitale Ausstattung nicht so gut sei, erklärte Meidinger. Schüler erhielten ihre Aufgaben per Mail und schickten die Ergebnisse zurück. Der Austausch laufe aber auch über Videokonferenzen und Messenger-Dienste. “Grundsätzlich kann man feststellen: Die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrkräften funktioniert”, betonte der Verbandspräsident.

Meidinger bezeichnete die vergangenen Tage als “spannende Fortbildungswoche” für Lehrer und Schüler. “Noch nie haben sich so viele Lehrkräfte so intensiv mit den digitalen Möglichkeiten und den Internetplattformen beschäftigt”, sagte er. Jetzt würden verstärkt die großen Möglichkeiten entdeckt, die es gebe. Der Lehrerpräsident sprach von einem “echten Schub”, der “mit Sicherheit positiv in die Zukunft wirken” werde.

Auch der Bayerische Rundfunk bietet zusammen mit dem Kultusministerium ein digitales Lernangebot an: “Schule daheim”. Das gibt es inzwischen auch für Grundschüler. Hier gibt es Inhalte für die Fächer Deutsch, Heimat- und Sachkundeunterricht (HSU), Musik, Religion und Ethik. Besonders im Bereich HSU ist das Angebot groß. Abrufbar sind die Inhalte in der BR-Mediathek, bei ARD-alpha und in Kürze auch in dem Infoportal “mebis”.

Plattformen anfänglich überlastet

“Kommunikation über E-Mail funktioniert”

Herausforderung für Lehrer

Digitales Lernangebot des BR

Lehrerverband: “Digitaler Not-Unterricht läuft erstaunlich gut”

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