Mars-Mission InSight – Deutscher Maulwurf gräbt sich mühsam ein – Top News

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Die ersten 4.

000 Hammerschlägen Ende Februar 2019 brachten HP3 zwar 35 Zentimeter tief in den Boden, doch dann kippte der Bohrer plötzlich.

Zunächst fürchtete der wissenschaftliche Leiter des HP3-Experiments, Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung, der Mars-Maulwurf sei auf einen harten Widerstand wie einen Stein gestoßen.

Inzwischen vermuten die Forscher jedoch, dass es im Gegenteil der zu geringe Widerstand des Marsbodens ist, der den Bohrer hemmt.

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In der Tiefe soll HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrundmaterials messen, um mit den Daten zu einem besseren Verständnis von Entstehung und Entwicklung erdähnlicher Körper beizutragen.

Die Wissenschaftler vom DLR erhoffen sich außerdem weitere Hinweise darauf, ob der Rote Planet noch immer über einen heißen, flüssigen Kern verfügt.

Das stationäre geophysikalische Observatorium InSight hatte am 26.

November 2018 nach einer fast siebenmonatigen Reise durch den Weltraum planmäßig auf dem Mars aufgesetzt.

Im Zuge der NASA-Mission sollen in den kommenden beiden Jahren Entwicklung, Struktur und physikalische Eigenschaften von Kruste, Mantel und Kern unseres Nachbarplaneten erforscht werden.

Der in Deutschland gebaute Mars-Maulwurf HP3 gräbt sich seit Kurzem wieder in den Mars-Boden.

Doch die Arbeit mit dem Mars-Bohrer, der an der “Leine” des Mars-Roboters InSight hängt, ist viel mühsamer, als sich die Forscher gedacht hatten.

Bis zu fünf Meter tief soll sich der ferngesteuerte Mars-Maulwurf HP3 insgesamt in den Marsboden bohren – erstmals in der Geschichte der Raumfahrt.

Dafür sollte die Rammsonde des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eigentlich “nur” mehrere Wochen brauchen.

Begonnen hat sie damit am 28.

Februar 2019 – und ist immer noch nur wenige Zentimeter weit gekommen.

Das Bohrprojekt hat mit schweren Rückschlägen zu kämpfen – im wortwörtlichen Sinne.

Allerdings ist es schwer, die Schaufel auf der Hinterkante des Bohrers zu platzieren, ohne die Kabel zu schädigen, die den Bohrer HP3 mit dem Mars-Roboter verbinden.

Und die Forschungsteams können sich nur einmal pro Woche dafür Zeit nehmen.

Das heißt: Ergebnisse der Vorwoche analysieren, Bohrer vorsichtig neu ansetzen, weitere 150 Hammerschläge tun.

So geht es zentimeterweise vorwärts – hoffentlich.

Denn wenn der Bohrer in seiner ganzen Länge im Boden versenkt ist, steht die Schaufel auf dem Untergrund auf und kann HP3 nicht weiter schieben.

Dann ist aber vielleicht die Reibung des Marsgesteins groß genug, dass sich der Bohrer selbst weiterfrisst, hofft Spohn.

Das DLR in Köln greift inzwischen zu einem Trick: Mit der Schaufel eines Roboterarms wird der Mars-Maulwurf in sein Loch gedrückt.

So soll er wieder genug Halt finden, um sich weiter in den Boden zu hämmern.

So versucht das DLR seit Oktober, HP3 tiefer in den Marsboden zu bringen.

Aber auch mit dieser Methode rutscht der Bohrer bislang immer wieder aus seinem Loch.

Nach dreimonatiger Pause, um die Situation zu analysieren, hat das InSight-Team jetzt beschlossen, lieber eine stärkere Beschädigung des Bohrers in Kauf zu nehmen und in zu seiner Arbeit zu zwingen.

Die Schaufel des Roboterarms drückt jetzt mit 50 Newton auf den Bohrer – das entspricht etwa fünf Kilogramm auf der Erde, auf dem Mars ist es fast dreimal so viel.

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Denn der Rückstoß der Hammerschläge des Bohrers ist durch die geringe Reibung des Regoliths im Mars-Gestein so groß, dass HP3 immer wieder aus seinem frisch gegrabenen Loch heraushüpft oder sich heraus- statt hineinschraubt.

Die Sonde wird sich in kleinen Schritten weiter in die Tiefe vorarbeiten.

Sie nutzt dazu einen vollautomatischen, elektrisch angetriebenen Hammerschlagmechanismus und zieht ein mit Messsensorik ausgestattetes Flachkabel hinter sich in den Marsboden.

Dazu hat InSight außer HP3 auch das Marsbeben-Observatorium SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) auf dem Roten Planeten ausgesetzt, das unter Federführung der französischen Raumfahrtagentur CNES gebaut wurde.

Neben SEIS und HP3 zählt zu der InSight-Mission auch das amerikanische Experiment RISE (Rotation and Interior Structure Experiment), das Schwankungen der Polachse des Mars aufzeichnen soll.

Der in Deutschland gebaute Mars-Maulwurf HP3 gräbt sich seit Kurzem wieder in den Mars-Boden.

Doch die Arbeit mit dem Mars-Bohrer, der an der “Leine” des Mars-Roboters InSight hängt, ist viel mühsamer, als sich die Forscher gedacht hatten.

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