Methan bildet sich unter Weltraumbedingungen im Labor

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Ein internationales Team von Astronomen hat in einem Labor der Universität Leiden (Niederlande) gezeigt, dass sich Methan auf eisigen Staubpartikeln im Weltraum bilden kann.

Diese Möglichkeit bestand schon seit geraumer Zeit, aber da die Bedingungen im Weltraum schwer zu simulieren waren, war es nicht möglich, dies unter relevanten Weltraumbedingungen nachzuweisen.

Die Forscher werden ihre Ergebnisse am Montagabend in der Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlichen.

Methan auf der ErdeMethan, das uns als Hauptverbindung des Erdgases bekannt ist, ist einer der einfachsten Kohlenwasserstoffe.

Es besteht aus einem Kohlenstoffatom mit vier Wasserstoffatomen: CH4.

Auf der Erde kennen wir Methan hauptsächlich als brennbares Gas, das sich aus zerfallendem organischen Material bildet.

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Methan im WeltraumMethan ist auch im Weltraum als Gas, Flüssigkeit oder Eis verfügbar.

Zum Beispiel enthalten Neptun und Uranus neben Wasserstoff und Helium vor allem Methangas.

Der Saturnmond Titan, der einzige Mond in unserem Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre, produziert kein Regenwasser, sondern verflüssigtes Methan.

Außerhalb unseres Sonnensystems im interstellaren Raum gehört Methaneis zu den zehn am häufigsten nachgewiesenen Eisarten.

Eiskornstaub als TreffpunktDie vorherrschende Meinung über die Entstehung von Methan im Weltraum ist, dass zuerst CH, dann CH2, CH3 und schließlich CH4 gebildet wird.

In der Gasphase ist diese Reaktion langsam.

Da Methan jedoch auf einem eisigen Staubkorn gebildet wird, trägt das Korn selbst zur Beschleunigung des Bildungsprozesses bei.

Zum Beispiel bieten Staubkörner einen “Treffpunkt” für Atome, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie sich in den Weiten des Weltraums treffen.

Sie können auch die Energie absorbieren, die bei chemischen Reaktionen entsteht, die sonst Moleküle auseinander brechen würden, wie z.B.

Methan.Erzeugung von Methan im “Weltraumlabor” Forschern des Labors für Astrophysik am Leidener Observatorium (Universität Leiden, Niederlande) ist es nun zum ersten Mal gelungen, Methan unter relevanten Weltraumbedingungen zu erzeugen.

Sie lassen Wasserstoffatome bei minus 263 Grad Celsius mit Kohlenstoffatomen zusammenstoßen….

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