Mission Mars: Geologen aus Hof suchen außerirdisches Leben – Top Meldungen

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In diesem Sommer startet die NASA die nächste Mars-Mission. Hofer Geologen helfen der amerikanischen Raumfahrtbehörde auf der Suche nach möglichem Leben auf dem Mars – mit Gestein aus dem Nördlinger Ries.

Damit die nächste Mars-Mission im Sommer möglichst erfolgreich wird, haben Experten vom Landesamt für Umwelt (LfU) in Hof und ein internationales Weltraum-Forschungsteam eine Methode für die Untersuchung des Mars-Bodens entwickelt. Die Hofer Geologen helfen der NASA somit bei der Suche nach möglichem Leben auf dem Mars. Und zwar mit Gestein aus dem Nördlinger Ries. Das erklärte Roland Eichhorn, Chef-Geologe am Hofer LfU, im BR-Gespräch.

“Das Nördlinger Ries ist quasi das irdische Testfeld für die Entscheidung, wo es sich lohnt, auf dem Mars nach Leben zu suchen”, sagte Eichhorn. Die Gesteinsproben aus dem Nördlinger Ries lagern im bayerischen Bohrkern-Archiv in Hof. Dort haben die Hofer Geologen zusammen mit internationalen Forschern und der Uni Göttingen Stickstoffeinlagerungen im Gestein entdeckt. Diese ähneln wohl den Bedingungen auf dem Mars. Mit dem Wissen wird nun der Mars-Roboter programmiert, um das Gestein auf dem Planeten gezielt anzubohren. Die Forscher erhoffen sich dadurch Hinweise auf mögliches Leben auf dem Mars.

Die Mars-Mission der NASA startet im Sommer 2020, im Frühjahr nächsten Jahres soll der unbemannte Rover dann auf dem Mars landen. Bei der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse hat die NASA die Bedeutung des Nördlinger Ries betont. Der versteinerte Kratersee im Nördlinger Ries ist für künftige Mars-Missionen deshalb so wichtig, weil Kraterseen die produktivsten Ökosysteme auf der Erde und damit auch erstes Ziel für die Suche nach Leben auf dem Mars sind, erklärt Eichhorn.

Ein solches Milieu habe ein hohes Potential, um Leben zu ermöglichen, heißt es in der LfU-Mitteilung. “Mit der im Ries erprobten Stickstoff-Methode sollen nun Milliarden Jahre alte hochalkalische Seeablagerungen auf dem Mars gesucht werden, um darin mögliches Leben nachzuweisen.”

Das Nördlinger Ries spielte übrigens auch eine Rolle bei der Apollo-Mission: In den 60er Jahren haben die Mond-Astronauten im Meteoritenkrater in Schwaben für ihren Einsatz im All trainiert, so Roland Eichhorn.

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