Partner im Verbrechen? Eine historische Perspektive auf den kumulativen Extremismus in Dänemark

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Der konzeptionelle Rahmen des kumulativen Extremismus (CE) ist durch eine gewisse Elastizität gekennzeichnet, die das Konzept in einem Niemandsland zwischen politischen, sozialen und historischen Ansätzen bewegt.

In seiner ursprünglichen Definition verstand Roger Eatwell CE als: “die Art und Weise, in der eine Form des Extremismus sich von anderen Formen [des Extremismus]ernähren und diese verstärken kann”.

Dieses besondere Konzept wurde bisher vor allem angewandt, um Mobilisierungs- und Gegenmobilisierungsmuster zwischen britischen islamistischen und konter-jihadistischen Gruppen zu erklären.Hier wird CE als Erklärungsmodell für die Gewalt zwischen der extremen dänischen Linken und Rechten seit den 1970er Jahren und darüber hinaus verwendet.

Die Eskalation politischer Gewalt wird durch Impulse und Einschränkungen von vielen Akteuren beeinflusst.

Die CE-Dynamik zwischen der extremen Rechten und Linken findet nicht in einem isolierten Raum statt – sie interagiert mit einer Reihe von gesellschaftlichen Faktoren, wie z.B.

dem Staat.

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Anti-Terror-Gesetzgebung, CVE-Strategien, Protestpolizei und allgemeine öffentliche Ordnung.

Darüber hinaus können politische Möglichkeiten in Form des Zugangs zu formalen demokratischen Plattformen sowohl radikalisierende als auch ent-radikalisierende Auswirkungen haben.

Ein weiterer starker Faktor ist die transnationale Dynamik.

Dazu gehören der Transfer von Ideologie, Repertoires, Bündnissen sowie logistische Unterstützung.

Nicht zuletzt sind die Medien ein Faktor, und zunehmend auch die sozialen Medien.Die 1970-80er Jahre: die Epoche der linksextremen GewaltDas dänische Szenario in den 1970er Jahren entspricht nur teilweise dem CE-Rahmen der gegenseitigen Radikalisierung, und zwar aus zwei Hauptgründen, zum einen wegen des starken transnationalen Rahmens des Kalten Krieges und zum anderen wegen der kollektiven Erinnerung an die Nazi-Besatzung während des Zweiten Weltkriegs.

Dies stärkte die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegen rechtsextreme Gewalt und Mobilisierung, was wohl eine wichtige Erklärung dafür ist, warum dies in Dänemark ein Randphänomen geblieben ist.

Trotz immer wiederkehrender Versuche, sich den neuen Tendenzen anzupassen, blieb die nationalsozialistische (NS-)Rechte….

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