Remdesivir macht Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus – Top News

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Aktuelle Informationen zum Coronavirus lesen Sie hier im Liveticker.

So berichtet nun eine Klinik aus Chicago in den USA von guten Ergebnissen mit Remdesivir (Stand 17.

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2020).

Zwei Drittel von 53 behandelten Patienten sei es nach der Gabe von Remdesivier besser gegangen.

Doch diese Ergebnisse sind nur bedingt aussagekräftig, da es keine Kontrollgruppe gab.

Sieben Patienten der Studie sind verstorben.

Während eine Impfung gegen das Coronavirus auf sich warten lässt, läuft die Forschung für ein Mittel gegen die Lungenkrankheit auf Hochtouren.

Am vielversprechendsten sind derzeit das Medikament Remdesivir und ein Serum auf Basis von Antikörpern.

Vielversprechendster Medikamenten-Kandidat momentan ist Remdesivir, ein Mittel, das eigentlich gegen die Ebola-Viren entwickelt wurde.

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Bis sichere Ergebnisse vorliegen, wird es aber noch dauern.

Gilead geht davon aus, dass Ende April möglicherweise erste Resultate da sein könnten.

Solche Studien sind aufwändig, wenn sie aussagekräftig sein wollen.

So sollten einerseits genügend Patienten eingeschlossen sein und es muss eine Kontrollgruppe geben, damit der Einfluss des getesteten Medikaments vergleichbar ist.

Remdesivir wird vom US-Pharmakonzerns Gilead vertrieben.

Amerikanische und chinesische Behörden haben das Anti-Virus-Medikament bereits für klinische Versuche zugelassen, auch in Deutschland laufen mittlerweile Studien dazu im Rahmen der Solidarity-Studie (Stand 17.

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2020), die auch andere Medikamente bei der Covid-19-Erkrankung testet.

Das Klinikum Schwabing, das Klinikum rechts der Isar und die Unikliniken Düsseldorf und Hamburg sind dabei auch beteiligt.

Remdesivir – ein vielversprechendes antivirales Medikament

Wie wirkt das Medikament Remdesivir?

Remdesivir in Phase-3-Studien

Chloroquin – altbekanntes Mittel mit möglicher neuer Funktion

Rekonvaleszentenserum – Therapie mit Antikörpern

Eine Corona-Impfung wäre langfristig die beste Lösung

Während eine Impfung gegen das Coronavirus auf sich warten lässt, läuft die Forschung für ein Mittel gegen die Lungenkrankheit auf Hochtouren.

Am vielversprechendsten sind derzeit das Medikament Remdesivir und ein Serum auf Basis von Antikörpern.

Mehr zum Start der europaweiten Studie zu Medikamenten lesen Sie hier.

Im Interview in der radioWelt (21.

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2020) geht der Forscher davon aus, dass das Medikament, sollte es sich tatsächlich als wirksam erweisen, schnell zugelassen werden könne.

Der Wirkstoff des Mittels ähnelt den RNA-Bausteinen, die RNA-Viren wie SARS und Mers-CoV zur Vervielfältigung ihres Erbgutes benötigen.

Wird von den viralen Oberflächen-Enzymen Remdesivir in die Viren-RNA, dem Träger der Erbinformation, eingebaut, kann sich das Virus nicht mehr vermehren.

So beschreibt Matthias Gotte von der University of Alberta in Kanada die Wirkungsweise von Remdesivir im Journal of Biological Chemistry vom 24.

Februar 2020.

Der Wirkstoff Remdesivir, der ursprünglich gegen Ebola entwickelt wurde, erwies sich schon im Tierversuch als wirksam gegen SARS und Mers-CoV.

Remdesivir hat zudem schon erste Tests an gesunden Probanden und Ebola-Patienten durchlaufen und sich darin als verträglich erwiesen.

Remdesivir macht Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus

Laut Pharmahersteller Gilead laufen momentan (Stand 10.

April 2020) weltweit sieben klinische Studien, zunächst zwei in China, dann zwei weitere internationale Studien in den USA, Europa und Asien.

Bei einer werden sehr stark an Covid-19 erkrankte Patienten eingeschlossen, bei der anderen weniger stark betroffene.

Bei allen vier Studien wird darauf geachtet, dass evidenzbasiert gearbeitet wird, dass es zum Beispiel Kontrollgruppen gibt.

Eine fünfte Studie ist in den USA angelaufen, eine weitere in Europa, die Inserm DisCoVeRy-Studie, und dann gibt es noch die große Solidarity-Studie der WHO.

Dabei handelt es sich um klinische Phase-3-Studien, das sind die Vorläufer für die endgültige behördliche Zulassung einer Behandlung.

Sie sollen bestätigen, dass ein Arzneimittel sowohl sicher als auch wirksam ist, indem sie seine Reichweite auf einen größeren Pool von Patienten ausweiten.

Problematisch sind insbesondere seine Nebenwirkungen, deswegen wurde in Brasilien (Stand 17.

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2020) schon eine kleine Studie mit Chloroquin abgebrochen, weil es bei den behandelten Patienten zu lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelschäden gekommen war.

Auch in der Abteilung Tropenmedizin der Universität Tübingen wird zu Chloroquin geforscht.

Bei in vitro-Versuchen, also Versuche, die nicht im lebenden Organismus (in vivo) stattfinden, hat sich auch das Mittel Chloroquin als wirksam gegen das Coronavirus gezeigt.

Chloroquin ist ein weit verbreitetes Medikament gegen Malaria und Autoimmunerkrankungen und wurde auch als potenzielles antivirales Breitbandmedikament beschrieben.

Neben seiner antiviralen Aktivität besitzt Chloroquin eine immunmodulierende Aktivität, die seine antivirale Wirkung in vivo verstärken könnte.

Chloroquin ist ein kostengünstiges und erprobtes Malaria-Medikament, das als Tablette geschluckt wird.

Möglicherweise ist es ebenfalls klinisch gegen das 2019-nCoV anwendbar.

Doch eine am 21.

April 2020 veröffentlichte US-Studie weckt Zweifel an der Wirksamkeit von Chloroquin und dem verwandten Wirkstoff Hydroxychloroquin gegen Covid-19.

Sollte sich Remdesivir gegen SARS-CoV-2 bewähren, würde dies zwar nicht die Ausbreitung des Coronavirus stoppen.

Es hilft aber dabei, Todesfälle durch Covid-19 zu verhindern.

Idealerweise haben die Wissenschaftler mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, weil einige Virenstämme sich als resistent gegenüber bestimmten Behandlungen erweisen könnten.

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