Russland startet Spektr-RG Weltraumteleskop, das helfen könnte, 3 Millionen supermassive schwarze Löcher im Universum zu finden.

0

Russland hat ein Weltraumteleskop gestartet, das das Verständnis der Menschheit für das Universum deutlich verbessern könnte. Das Land entwickelte das Röntgenteleskop mit Hilfe Deutschlands.

Der Start des 2,7 Tonnen schweren Teleskops war ursprünglich für den 21. Juni geplant, wurde aber aufgrund eines Batterieproblems zweimal verschoben.

Das Spektr-RG-Observatorium startete schließlich am Samstag, den 13. Juli, um 18:31 Uhr Ortszeit mit einer Proton-M-Rakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan.

Die Mission wurde erstmals vor mehr als 30 Jahren als Teil des ehrgeizigen Plans der Sowjetunion zur Einrichtung von “großen Observatorien” vorgeschlagen, traf aber aufgrund von Budgetkürzungen in der postsowjetischen Ära Russlands auf ein Problem. Das Werk wurde 2005 wiederbelebt, obwohl die Spektr-RG neu gestaltet wurde, um einfacher, kleiner und billiger zu sein.

Die Kosten des Projekts entsprechen einer mittelgroßen wissenschaftlichen Mission der Europäischen Weltraumorganisation, die die Kosten des Teleskops auf etwa 600 Millionen Dollar beziffert.

Russische und deutsche Wissenschaftler arbeiteten zusammen, um die Teleskope an Bord der Raumsonde zu entwickeln. Deutsche Wissenschaftler arbeiteten am Röntgenteleskop eROSITA, und die russischen Wissenschaftler bauten das ART-XC-Teleskop.

“Die Raumsonde wurde unter Beteiligung Deutschlands im Rahmen des Föderalen Raumfahrtprogramms Russlands im Auftrag der Russischen Akademie der Wissenschaften gebaut”, sagte die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos in einer Erklärung.

Die Spektr-RG-Mission zielt darauf ab, alle geschätzten 100.000 sichtbaren Galaxienhaufen im gesamten Universum zu kartieren. Diese Cluster, die eine Masse von 1 Million Milliarden Sonnen haben, beherbergen bis zu 1.000 Galaxien.

Die 6,5-jährige Untersuchung der Sternwarte könnte zur Entdeckung von Hunderttausenden aktiver Sterne und etwa 3 Millionen supermassiver Schwarzer Löcher führen.

Durch die Bereitstellung einer detaillierteren Karte des Kosmos könnte die Spektr-RG Licht in die Evolution des Universums, die Bildung schwarzer Löcher und die Natur der dunklen Energie bringen, die die Expansion des Kosmos beschleunigt.

“Da eROSITA den ganzen Himmel bedeckt, können wir genug von[den Galaxienhaufen]sehen, um ihre Wachstumsgeschichte sehr genau zu rekonstruieren. Das wiederum sagt uns etwas über die Menge und vielleicht auch über die Natur der dunklen Energie und der dunklen Materie”, sagt eROSITA-Projektwissenschaftler Andrea Merloni.

Missionsstart zweimal verschoben
Jahrzehntelanger russischer Traum
Eine Zusammenarbeit von russischen und deutschen Wissenschaftlern
Ziele der SRG-Mission

Share.

Leave A Reply