Schmetterlinge entdecken auf der Trenkmoos-Runde – Top News

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Kaum ist er ein paar hundert Meter in die Niedermoorwiesen hineingewandert, da sprintet Thomas Rettelbach los und jagt zwei Schmetterlingen hinterher.

Mit einem geschickten Schwenk mit seinem Kescher, geht ihm ein besonders schönes Exemplar ins Netz: Der Grünaderweißling, ein Vertreter der Kohlweißlinge, deren Raupen den Kohl im Garten fressen.

Hier im Niedermoor hat er sich allerdings auf andere Kreuzblütler als Nahrungsquelle spezialisiert.

Auch deshalb lohnt sich ein genauerer Blick auf die einzigartige Vegetation und Tierwelt – und wenn man gerade nicht vor sich in den Sumpf schaut, dann kann man im Trenkmoos auch die Alpenkette in der Ferne bewundern.

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Moore sind nicht nur Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, sie erfüllen eine wichtige Funktion für die Umwelt.

Sie sind einerseits Wasserspeicher, weil sie durch die Torfschichten viel Wasser aufnehmen können.

Dadurch schützen Moore umliegende Siedlungen vor Hochwasser.

Gleichzeitig speichern Moore mehr Kohlendioxid als jedes andere Ökosystem der Welt.

Durch intensive Forst- und Landwirtschaft sind Moore inzwischen fast verschwunden.

Von 1,5 Millionen Hektar Moor in Deutschland gelten laut Bundesumweltministerium nur noch etwa fünf Prozent als naturnah.

Unberührte Natur pur: Der 13 Kilometer lange Trenkmoos-Rundweg startet am Tierheim in Traunstein und führt durch intakte Hoch- und Niedermoorlandschaften.

Ein Lebensraum für allerlei seltene Tiere und Pflanzen.

An warmen Tagen im Frühsommer sind im Trenkmoos besonders viele Insekten unterwegs.

Thomas Rettelbach ist Biologe und Spezialist für Schmetterlinge.

Jedes Jahr geht er eine bestimmte Strecke ab und zählt für ein bundesweites Schmetterlings-Monitoring die verschiedenen Arten, die ihm über den Weg flattern.

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Rückzugsort für Schmetterlinge

Moore sind wichtige Klimaschützer

Seltene Hochmoore im Ochsenmoos

Moorbiotope verschwinden langsam

Nach den Trenkmoos-Wiesen führt der Weg weiter durch Waldmoor-Biotope und in einer Senke durch das Ochsenmoos, das seit Jahrzehnten renaturiert wird.

Dort gibt es noch letzte Hochmoorbereiche.

Die Wege sind breit und eben, für Radlfahrer gut geeignet.

Aber wer zu schnell durch die Landschaft radelt, dem wird einiges entgehen, zum Beispiel Vögel wie der Neuntöter, der seine Beute auf Dornen aufspießt oder der Kiebitz, der gerne in sumpfigen Wiesen brütet.

Unberührte Natur pur: Der 13 Kilometer lange Trenkmoos-Rundweg startet am Tierheim in Traunstein und führt durch intakte Hoch- und Niedermoorlandschaften.

Ein Lebensraum für allerlei seltene Tiere und Pflanzen.

Schmetterlinge entdecken auf der Trenkmoos-Runde

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