Schrumpfen statt wachsen: Wie Spitzmäuse den Winter überleben

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Gewöhnliche Spitzmäuse haben eine der höchsten Stoffwechselraten unter den Säugetieren.

Sie müssen daher für ihr relativ geringes Körpergewicht eine beträchtliche Menge an Energie verbrauchen.

Weil ihre Fettreserven schnell aufgebraucht sind, verhungern sie oft schon nach wenigen Stunden ohne Nahrung.

Dennoch sind Waldspitzmäuse und ihre nahen Verwandten evolutionär sehr erfolgreich und vor allem auf der Nordhalbkugel recht weit verbreitet.Dina Dechmann, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Tierverhalten in Radolfzell, will herausfinden, wie Tiere mit großen Schwankungen im Nahrungsangebot und anderen Ressourcen umgehen.

Wie schaffen es zum Beispiel die kleinen Spitzmäuse, die Kälte und die Nahrungsmittelknappheit im Winter zu überwinden? Doch Studien mit wilden Spitzmäusen verbrauchen viel Zeit und Ressourcen.

Wegen ihres starken Territorialverhaltens müssen die Tiere während der gesamten Dauer der Versuche in großen Einzelgehegen gehalten werden.Im Herbst schrumpfen, im Frühjahr wachsenIm Gegensatz zu vielen anderen Tieren speichern Spitzmäuse weder Nahrung noch halten sie Winterschlaf.

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Stattdessen passen sie sich auf eine ganz andere Weise an: Nach ihrer Geburt im Sommer wachsen sie rasch bis zu einer maximalen Größe heran.

Aber im Herbst beginnen sie zu schrumpfen und verlieren etwa zehn bis 20 Prozent ihres Körpergewichts.

Nicht nur Fett- und Muskelmasse wird abgebaut, auch innere Organe wie das Gehirn schrumpfen.

Ab Februar beginnen die Spitzmäuse wieder zu wachsen, bis sie im Frühjahr ihre maximale Größe erreichen.

Einige Gewebe, wie z.B.

das Gehirn, wachsen jedoch nur teilweise wieder nach.

Diese jahreszeitliche Veränderung der Körpergröße, die im Tierreich äußerst selten ist, wird auch als Dehnel-Phänomen bezeichnet.Diese Strategie erscheint jedoch ein wenig paradox.

Trotz dichtem Winterfell würde man erwarten, dass die Spitzmäuse bei winterlichen Temperaturen leichter abkühlen, da kleinere Tiere ein ungünstiges Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpermasse haben.

Dadurch verlieren sie mehr Wärme an die kalte Umgebungsluft.

Tatsächlich ist die Beziehung zwischen Körpergewicht, Temperatur und Stoffwechselrate ein….

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