Studie: Remdesivir verkürzt Behandlung von Covid-19-Patienten – Top News

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Remdesivir ist ein bisher nicht zugelassenes Medikament, das in den Forschungslabors der Pharmafirma Gilead entwickelt wurde – als ein antiviraler Wirkstoff gegen Ebola.

Die Substanz ähnelt den RNA-Bausteinen, die Viren wie SARS und MERS zur Vervielfältigung ihres Erbgutes benötigen und hemmt, einmal in das Virus eingeschleust, dessen Vermehrung.

Sie gilt aufgrund früherer Studien an Zellkulturen und erster Experimente an Affen als einer der aktuell vielversprechendsten Wirkstoffe gegen SARS-CoV-2 und wird derzeit weltweit in Studien untersucht, darunter auch an deutschen Kliniken.

Remdesivir gilt als vielversprechende Substanz bei der Behandlung von Covid-19.

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Nun haben US-Forscher erstmals positive Ergebnisse präsentiert: In einer Studie verkürzte der Wirkstoff die Genesungsdauer von Covid-19-Patienten um rund 30 Prozent.

Eine Reihe von Kliniken weltweit testen derzeit verschiedene Wirkstoffe gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2.

Neben den Substanzen Hydroxychloroquin, Lopinavir/Ritonavir und Chloroquin steht dabei vor allem der Wirkstoff Remdesivir im Fokus.

Am 29.

April hat das US-amerikanische National Institute for Allergy and Infectious Diseases (NIAID) nun erste vorläufige Ergebnisse der sogenannten Adaptive COVID-19 Treatment Trial (ACTT-Studie) veröffentlicht.

Demnach verkürze der Wirkstoff Remdesivir die Behandlungsdauer von Covid-19-Patienten um vier Tage.

Vielversprechender Wirkstoff gegen COVID-19

Positive vorläufige Ergebnisse

Studie mit Kontrollgruppe

Positives Echo auf Studie

Hoffnung auf schnelle Zulassung

Auch kritische Stimmen

Studien in Deutschland

Abgebrochene chinesische Studie

Früher Therapiebeginn könnte relevant sein

Veröffentlichung der US-Studie steht noch aus

Remdesivir gilt als vielversprechende Substanz bei der Behandlung von Covid-19.

Nun haben US-Forscher erstmals positive Ergebnisse präsentiert: In einer Studie verkürzte der Wirkstoff die Genesungsdauer von Covid-19-Patienten um rund 30 Prozent.

In der Fachwelt stoßen die Ergebnisse der US-Studie auf ein positives Echo.

Auch Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie und Tropenmedizin am Münchner Klinikum Schwabing, hält die Ergebnisse der US-Studie für aussagekräftig:

Nach Angaben des Immunologen und NIAID-Chef Anthony Fauci waren 1063 Covid-19-Patienten in 68 Krankenhäusern in die Studie einbezogen worden.

Eine Hälfte der Patienten bekam Remdesivir, die andere Hälfte erhielt ein wirkungsloses Scheinmedikament (Placebo).

Nach durchschnittlich 11 Tagen waren jene Patienten, die den Wirkstoff erhielten, wieder genesen und konnten das Krankenhaus verlassen, die Patienten der Kontrollgruppe erst nach 15 Tagen.

Auch die Sterblichkeitsrate sei nach Angaben von Fauci in der mit Remdesivir behandelten Gruppe mit acht Prozent verglichen mit 11,6 Prozent in der Placebo-Gruppe niedriger gewesen.

Doch sei dieses Ergebnis bislang nicht statistisch signifikant.

Es bleibe allerdings offen, wie viele Patienten durch das Medikament von einer invasiven Beatmung auf der Intensivstation entwöhnt werden und wieder auf Normalstation verlegt werden konnten.

Von Interesse sei darüber hinaus, wie schnell Viruslasten im Nasenrachenraum beziehungsweise in der Lunge unter Remdesivir abnehmen.

Zudem müssten auch noch die exakten Nebenwirkungen des Wirkstoffs analysiert werden, so der Münchner Mediziner.

Auch Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Uni-Klinik Köln, der derzeit selbst an Remdesvir forscht, glaubt, dass nun mit einer schnellen Zulassung von Remdesvir zu rechnen sei.

Studie: Remdesivir verkürzt Behandlung von Covid-19-Patienten

Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, nannte die Ergebnisse der US-Studie erfreulich, warnte allerdings vor übertriebenen Hoffnungen.

Zugleich blieben aber auch für den Kölner Forscher manche Fragen offen.

So müsse untersucht werden, ob alle Patienten gleichermaßen von der Behandlung profitierten oder ob die Wirksamkeit je nach Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich sei.

Auch in Deutschland laufen derzeit mehrere klinische Studien zur Wirksamkeit von Remdesivir.

So testet das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München im Rahmen einer international angelegten Studie Sicherheit und Wirksamkeit des Wirkstoffs:

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