Wer schlachtet unsere Schweine? Beispiele aus Niederbayern – Top News

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Es gibt sie noch: Dorfmetzgereien, bei denen noch selbst geschlachtet wird.

Zum Beispiel in der Metzgerei Santl in Otzing im Kreis Deggendorf.

Das Schlachten vor Ort und nicht in fernen Schlachthöfen ist zwar schwierig, aber nicht unmöglich, sagt der Metzger, trotz zunehmender Bürokratie.

Für viele Verbraucher ein wichtiges Argument bei ihrem Fleischeinkauf: Regionale Produkte.

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Tierartgerechte Haltung ja, aber dafür auch mehr bezahlen? Für Landwirt Josef Peringer aus Geiselhöring (Lkr.

Straubing-Bogen) geht das nicht zusammen:

Nach den Corona-Fällen in großen Schlachthöfen hat auch die Diskussion um Billigfleisch, Arbeitsbedingungen und um das Schlachten an sich begonnen.

Beispiele aus Niederbayern zeigen Alternativen, aber auch Probleme auf.

Berichte über die Zustände in deutschen Schlachthöfen gibt es seit Jahren immer wieder.

Neben der Frage, wie es um die Hygiene steht und wie dort mit den Tieren umgegangen wird, stehen vor allem die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in der Kritik.

Nach den Corona-Fällen in großen Schlachthöfen hat die Diskussion um Billigfleisch wieder an Fahrt aufgenommen.

Viele Verbraucher fragen sich: Gibt es überhaupt noch Alternativen zu den großen Schlachthöfen?

Doch in Peringers näherer Umgebung gibt es keinen Schlachthof.

Zwar sei einer zehn Kilometer weiter weg von ihm geplant gewesen, aber eine Bürgerinitiative habe sich dagegen gewehrt: “Ja ich will das schon haben, aber bitte nicht vor meiner Haustüre, so der Tenor.

Dann haben wir in Zukunft den letzten kleinen Schlachtbetrieb auch noch kaputt gemacht, dann geht alles nur noch in den großen Schlachthof”, sagt Peringer.

Selber Schlachten: schwierig, aber nicht unmöglich

Selber Schlachten mit Auflagen und hohen Kosten verbunden

Keiner will Schlachthof vor der Haustür

Landwirte Schlachten kaum noch

Nur noch wenige Metzger, die auch Schlachten

Längere Transportwege zum großen Schlachthof will Peringer seinen Schweinen eigentlich ersparen.

Dort seien die Arbeitsbedingungen auch nicht immer transparent.

Nach den Corona-Fällen in großen Schlachthöfen hat auch die Diskussion um Billigfleisch, Arbeitsbedingungen und um das Schlachten an sich begonnen.

Beispiele aus Niederbayern zeigen Alternativen, aber auch Probleme auf.

Und doch gibt es noch Landwirte, die ihre eigenen Schweine am eigenen Hof schlachten, als EU-zertifizierter Schlachtbetrieb – wie die Krinners in Stephansposching (Lkr.

Deggendorf).

Landwirt Christian Krinner sagt, für sie sei die Schlachtung sehr wichtig.

Die EU-Auflagen sind hoch und die Nachfrage nach Schweinefleisch am eigenen Hofladen gering.

Weil es teurer ist als im Supermarkt.

Deswegen müssen die Krinners einen Teil ihrer Schweine auch zum großen Vion-Schlachthof nach Vilshofen (Lkr.

Passau) liefern – das bringt Geld zum Leben, sagen sie.

Doch das ist aufwändig.

Die meiste Arbeit mache nicht das Schlachten, sondern die Bürokratie, sagt Krinner.

Alles muss dokumentiert werden: Vom Desinfizieren über die Temperatur bis hin zu den Schlachtabfällen.

Landwirt Christian Krinner hat Freude an seiner Arbeit, will den Schlachtbetrieb mit seiner Frau weiterführen, aber bei immer mehr Auflagen müsse man sich schon überlegen, ob man weitermache oder nicht, sagt er.

Viele Schweine der Krinners kommen auch zu umliegenden Metzgereien zum Schlachten, zum regionalen Vermarkten.

Doch die werden immer weniger: Vor zehn Jahren gab es laut dem Bayerischen Fleischverband noch 4.

000 Metzgereien in Bayern.

Mit der EU-Schlachthofverordnung und den vielen neuen Auflagen stiegen die Kosten.

Seitdem gibt es in Bayern demnach nur noch 3.

000 Metzgereien.

Bei nur einem Drittel davon wird selbst geschlachtet.

Wer schlachtet unsere Schweine? Beispiele aus Niederbayern

Die Sau, sie dürfte nicht als Massen- und Billigprodukt gesehen werden.

Doch das kostet den Verbraucher eben etwas.

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