Wetterfühligkeit: Wenn der Kreislauf verrückt spielt – Top News

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Die Älteren spüren das Wetter subjektiv stärker als die Jüngeren: In der Altersgruppe der ab 60-Jährigen klagen nahezu 70 Prozent darüber, dass ihnen das Wetter in Knochen und Kopf fährt.

Auch Frauen in der Menopause leiden bei Wetterumschwüngen.

Die häufigsten wetterbedingten Symptome sind Kopfschmerzen und Migräne (59 Prozent), Müdigkeit (55 Prozent), Abgeschlagenheit (49 Prozent), Gelenkschmerzen (42 Prozent) und Schlafstörungen (40 Prozent).

Betroffene fühlen sich matt, müde, antriebslos, deprimiert oder gereizt.

Aber, so Professor Andreas Matzarakis, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst, Zentrum für Medizin:

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Dass wir auf Wetterwechsel mit körperlichen Beschwerden reagieren, ist unter anderem eine Folge unseres Lebens in vier Wänden, meint Angela Schuh, Professorin für medizinische Klimatologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München in ihrem Buch “Biowetter”.

Danach beruht Wetterfühligkeit zu einem großen Teil auf einem Trainingsmangel des Körpers.

Das führe dazu, dass er sich nicht schnell genug und auch nicht mit den richtigen körperlichen Abläufen anpassen könne.

Darüberhinaus leben viele immer stärker gegen den eigenen Biorhythmus: Das Berufsleben findet für viele Menschen in Innenräumen statt.

Dort gibt es zwangsläufig zu wenig Tageslicht, was zu Beschwerden führen kann, so Angela Schuh.

Aber auch ein unregelmäßiges Leben bringe den zirkadianen Rhythmus durcheinander.

Erst kalt, dann warm – solche Wetterkapriolen machen so manchem zu schaffen.

Bei extremen Temperaturschwankungen kommt der Körper oft nicht mit.

Kopf und Knochenschmerzen, der Kreislauf spielt verrückt.

Ein Wetterumschwung führt zu Migräne und Müdigkeit.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen bezeichnet sich als wetterfühlig, so eine Umfrage des Deutschen Wetterdienstes, ein Fünftel der Bundesbürger gibt sogar an, stark unter dem Wetter zu leiden.

Besonders bei stürmischem Wetter und wenn es kälter wird, klagen viele über Beschwerden.

Das Problem: Betroffene werden häufig nicht ernst genommen, die Symptome als Einbildung abgetan.

Auch in der Wissenschaft ist man sich nicht einig, was hinter dem Phänomen Wetterfühligkeit steckt.

Frieren und Schwitzen, das sind ganz normale Körperreaktion auf ganz normale Wetterreize.

Andreas Matzarakis vermutet, dass wetterfühlige Menschen eine niedrige Reizschwelle haben könnten und dass ihr Körper darum schon auf geringe Wetterreize heftig reagiert.

Darum unterscheidet man auch zwischen “nur” wetterfühlig und wetterempfindlich.

Wetterempfindliche Menschen haben bereits Vorerkrankungen, die sich durch den Wetterwechsel verstärken.

Die Krankheitssymptome verschlechtern sich bei wetterempfindlichen Menschen bei Wetterumschwüngen in manchen Fällen deutlich.

Starke Symptome bei Wetterwechsel

Das Wetter verstärkt Beschwerden

Der Nachweis von Wetterfühligkeit ist schwierig

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Föhn: eine bayerische Besonderheit

Was ist Föhn?

Einbildung oder tatsächliche Beschwerden?

Leben gegen den eignen Biorhythmus

Wetterfühligkeit: Das können Sie dagegen tun

Fachleute gehen davon aus, dass Reaktionen auf das Wetter sich durch das Zusammenspiel aller Wetterfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, Sferics (elektromagnetische Gewitterimpulse), Druckschwankungen sowie UV- und Infrarotstrahlen erklären.

Dazu kommt die persönliche Disposition.

Wie genau das alles zusammenspielt, konnte bisher aber nicht geklärt werden.

Erst kalt, dann warm – solche Wetterkapriolen machen so manchem zu schaffen.

Bei extremen Temperaturschwankungen kommt der Körper oft nicht mit.

Kopf und Knochenschmerzen, der Kreislauf spielt verrückt.

Warum das Wetter so einen Einfluss hat, oder ob das Ganze nicht doch nur Einbildung ist, ist schwer zu erforschen.

Das liegt unter anderem daran, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt viele verschiedene Wettervariablen gibt.

Alle ändern sich gleichzeitig, oft heftig bei einem Wetterumschwung.

Der Deutsche Wetterdienst stellt schon lange auch ein “Biowetter” zusammen und definiert dabei mehrere Wetterlagen.

Am allerbesten ist die stabile Hochdrucklage.

Da haben die wenigsten Menschen Probleme mit der Gesundheit.

Bei einem Tiefdruckzentrum treten eher allgemeine Befindlichkeitsstörungen auf, aber auch Phantomschmerzen.

Eine höhere Luftfeuchtigkeit ist schlecht bei Gelenkproblemen und nähert sich eine Warm- oder Kaltfront, haben Menschen häufiger Kopfschmerzen.

Dieser Wetterumschlag ist die problematischste Wetterkonstellation, vor allem zum Kalten hin.

Mit großer Wahrscheinlichkeit haben also Temperatur- und Feuchtigkeitssprünge eine Auswirkung auf unsere Gesundheit, vor allem bei chronischen Schmerzpatienten.

Unklar bleibt aber der genaue Einfluss des Wetters.

Der Wirkmechanismus auf Wetterfühlige ist unbekannt und auch eine Regelhaftigkeit, also welches Wetter welche Beschwerden auslöst, ist nicht festzustellen.

Biowettervorhersagen basieren auf statistischen Zusammenhängen, gelten nicht für einzelne Personen, ihre Vorhersagekraft ist also nur begrenzt.

Wetterfühligkeit: Wenn der Kreislauf verrückt spielt

Der Föhn ist ein Südwind, der von Italien über die Alpen nach Norden weht.

Auf der Südseite muss die Luft aufsteigen und nördlich der Berge wieder absinken.

Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab und verliert dabei ihre Feuchtigkeit.

Beim Absinken erwärmt sie sich wieder, und zwar doppelt so schnell wie beim Aufsteigen.

Die restlichen Spuren von Feuchtigkeit verdunsten und die Luft ist extrem warm und klar.

Für gute Sicht sorgt darüber hinaus, dass der Staub in der Luft auf der Alpensüdseite hängen bleibt.

An einem Tag Kälte und Regen, am anderen Tag Sonnenschein und Frühlingsgefühle – so ein plötzlicher Wetterwechsel macht manchen Bayern zu schaffen.

Stichwort: Föhn!

Ein lauer Südwind, der über die Alpen kommt, bereitet so manchem Schlappheit, Gereiztheit und Kopfweh.

Darüber, ob es wirklich am Föhn, dem lauen Südwind, liegt, ist umstritten.

Untersuchungen der LMU München mit über 1.

000 föhnempfindlichen Menschen kamen zu dem Ergebnis, dass die Betroffenen zwar Beschwerden haben, aber eben nicht an jedem Föhntag.

Die Gefahr, bei Föhn Kopfschmerzen zu haben, ist zwar erhöht, aber nicht zwingend, so das Resümee.

Umweltmediziner aus München haben in einer Umfrage festgestellt, dass ein Drittel aller Bürger des Freistaats leidet, wenn es wärmer wird.

In den nördlichen Bundesländern dagegen klagen wenige bei Temperaturanstiegen über Beschwerden.

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