Wie der Genfluss zwischen den Arten die Evolution der Darwinfinken beeinflusst

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Wie der Genfluss zwischen den Arten die Evolution der Darwinfinken beeinflusstTrotz der traditionellen Auffassung, dass Arten durch Hybridisierung keine Gene austauschen, zeigen neuere Studien, dass der Genfluss zwischen eng verwandten Arten häufiger ist als bisher angenommen.

Ein Team von Wissenschaftlern der Universität Uppsala und der Universität Princeton berichtet nun, wie der Genfluss zwischen zwei Arten von Darwinfinken ihre Schnabelmorphologie beeinflusst hat.

Die Studie wird heute in Nature Ecology and Evolution veröffentlicht.Die Darwinfinken auf den Galápagos-Inseln sind ein Beispiel für eine schnelle adaptive Radiation, bei der sich 18 Arten innerhalb eines Zeitraums von 1-2 Millionen Jahren aus einer gemeinsamen Vorfahrenart entwickelt haben.

Einige dieser Arten sind erst seit ein paar hunderttausend Jahren oder weniger getrennt.Rosemary und Peter Grant von der Universität Princeton, Koautoren der neuen Studie, untersuchten 40 Jahre in Folge die Populationen von Darwinfinken auf der kleinen Insel Daphne Major und beobachteten gelegentliche Kreuzungen zwischen zwei verschiedenen Arten, dem gemeinen Kaktusfink und dem mittelgroßen Grundfink.

Der Kaktusfink ist etwas größer als der Mittelgrundfink, hat einen spitzeren Schnabel und ist auf Kaktusfutter spezialisiert.

Der mittelgroße Fink hat einen stumpferen Schnabel und ist auf die Ernährung mit Samen spezialisiert.”Im Laufe der Jahre beobachteten wir gelegentliche Hybridisierungen zwischen diesen beiden Arten und stellten eine Konvergenz in der Schnabelform fest.

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Insbesondere der Schnabel des gemeinen Kaktusfinkens wurde stumpfer und ähnelt nun mehr dem Schnabel des mittelgroßen Kaktusfinkens”, sagen Rosemary und Peter Grant.

Wir fragten uns, ob diese evolutionäre Veränderung durch den Genfluss zwischen den beiden Arten erklärt werden kann”.”Wir haben diese Frage nun durch die Sequenzierung von Gruppen der beiden Arten aus verschiedenen Zeitperioden und mit unterschiedlicher Schnabelmorphologie angegangen.

Wir liefern Beweise für einen beträchtlichen Genfluss, insbesondere vom Mittelgrundfinken zum gemeinen Kaktusfink”, erklärt Sangeet Lamichhaney, eine der gemeinsamen Erstautoren und derzeit Associate Professorin an der Kent State….

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